Das moralische Zentrum eines Verbrecherfilms ist wie eine Münze: Irgendjemand hält sie in der Hand, und von dieser Hand hängt alles Übrige ab. Die zehn Titel dieser Reihe legen sie jedes Mal in die am wenigsten vorhersehbare — ein Auftragsmörder, der sein Leben ändert, ein Zeuge, der von dem Vertrauen, das wir ihm schenken, nur profitieren kann, zwei Gegner, die als Ebenbürtige behandelt werden, eine Provinzpolizistin im siebten Monat. Der erste Band arbeitet an der Struktur als moralischem Akt: eine neu geordnete Chronologie, eine Erzählung in der Hand eines Lügners, die Gesprächsszene, die schwerer wiegt als die Schießerei. Der zweite wechselt den Maßstab und stellt die Welt vor die Menschen — eine Stadt, die dem alles verspricht, der mit nichts ankommt, ein Viertel, das sich mit Kindern versorgt, eine Grenze, an der das Gesetz aus Bequemlichkeit ausgesetzt wird — und prüft, was von denen bleibt, die versuchen, ihr standzuhalten. Man geht mit einer brauchbaren Überzeugung hinaus: In diesem Genre ist die Form bereits ein Urteil.